Ausschlafen an einem Pausetag – das heißt in der Herberge, sich noch einmal umzudrehen, wenn das Licht angeht und wie üblich die ersten ihre Rucksäcke zusammenpacken. Bis 8 Uhr wurden dann auch die allerletzten verschlafenen Pilger hinausgebeten. Ich war dennoch froh über die Möglichkeit, meinen Rucksack bis zur Wieder-Öffnung am Nachmittag dort zu lassen, um dann erneut einzuchecken.
Und so begab es sich, dass meine Pilgerfreunde und ich doch tatsächlich bereits um 9 Uhr nach einer Möglichkeit zum Frühstücken Ausschau hielten – einer für die Spanier tatsächlich sehr ungewöhnlichen Desayuno-Zeit. Schließlich landeten wir in einem schönen, kleinen Café. Aufgrund der zu dieser Tageszeit noch begrenzten Speisekarte gönnten wir uns jeder gleich zweimal das kleine Frühstücksmenü mit Kaffee, Toast und Marmelade.
Im Anschluss planten wir, unsere Pilgerausrüstung noch etwas aufzustocken. Dazu beförderte uns eine Sonder-Buslinie, welche kostenlos (vermutlich im Interesse des Auftraggebers) in das am Stadtrand liegende Einkaufszentrum fuhr. Mein Einkauf beinhaltete dabei unter anderem eine Hose, bei welcher ich in der Dresdner Filiale des Sportbekleidungsgeschäftes noch unsicher gewesen war, ob ich sie denn brauchen würde.
Als unbedingtes Muss in Burgos wurde uns auch der Besuch der riesigen Kathedrale mit App-Audio-Guide empfohlen. Tatsächlich war diese von innen sogar noch überwältigender als von außen. Die verschiedenen, einzeln gestalteten Kapellen, sowie die schiere Masse an Goldverzierungen, Heiligenfiguren und Reliquien mehrerer Jahrhunderte, war dabei fast erdrückend und ließ sich tatsächlich auch nicht annähernd in Fotos einfangen. Sehr beeindruckend – stimmte jedoch auch nachdenklich.
Am Nachmittag kam ich endlich in den Genuss, die typisch spanischen Churros zu probieren, bei welchen es sich um längliches, in Fett gebackenes Gebäck handelt, was traditionell in Schokolade gedippt wird. Auch am Abend blieben wir der spanischen Kulinarik treu und aßen Tapas. Da diese in der Auslage diesmal durch keinerlei Schildchen gekennzeichnet waren, wählte ich komplett nach Aussehen und war mir auch im Nachhinein noch nicht sicher, was ich da eigentlich gegessen hatte (möglicherweise Spuren von Ei, Fisch, Thunfisch, Fleisch, Gemüse oder Käse). Lecker war es dennoch!
Hasta mañana und Gracias für alle bisherigen Spenden!